Kolonie Borkowizna, Lublin, einst Westgalizien

Gudrun
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Kolonie Borkowizna, Lublin, einst Westgalizien

Beitragvon Gudrun » Di 14. Apr 2015, 14:43

Borkowizna (Kolonie) im Lubliner Raum, Polen, wurde 1870/1 gegründet und von galizischen Schwaben und Pfälzern aus dem Weichsel-San-Dreieck (Steinau, Ranischau, Jezowe) mit meist evangelischer Religion, besiedelt.

Das Dorf entstand zur der Hälfte aus vorhandenem, freiem Land und der anderen Hälfte durch Rodung mit anfänglich 22 deutschen Wirten. Damals zur Gemeinde Piotrowice gehörig, hatte es ein eigenes Kantorat und Bethaus.

Verwandte aus dem galizischen Reichsheim lebten in der Kolonie Potok-Wola, Wolka Potoka, Boza Wola und Stawki. Später gingen Familien in andere Orte im Raum Lublin oder weiter nach Bosnien, Kroatien, Livland oder wurden für Westpreussen angeworben.

Im ersten Weltkrieg wurden die deutschen Einwohner interniert und die Inhaber von russischen Pässen in die Nähe von Charkow - die Inhaber von österreichischen Pässen nach Sibirien gebracht. Nach drei Jahren kehrten sie wieder zurück.

Im zweiten Weltkrieg wurden sie im polnischen Raum interniert, da die deutsche Wehrmacht bald in die Nähe kam und die Umsiedlung organisierte. Dadurch kam glücklicherweise eine weitere Verschleppung nicht zu stande. Hofbesitzer zur Zeit der Umsiedlung waren die Familen:

Bollenbach, Brauch, Hassinger, Konrad, Kopp, Kyri, Lauber, Lorenz, Martin, Raunest, Schneider, Siering und Wagner. All diese Familien waren mehrfach miteinander verbunden.

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