Berlin | Themenabend: Galizien - zwischen Kakanien und Chaos

Bernd Serwatka
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Berlin | Themenabend: Galizien - zwischen Kakanien und Chaos

Beitragvon Bernd Serwatka » Fr 9. Nov 2018, 12:05

Mittwoch, 21. November 2018, 18 Uhr c.t.

Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6

10099 Berlin


Bitte beachten: In unserem Flyer wurde die Veranstaltung auf den 13. November 2018 datiert, sie musste jedoch auf den 21. November 2018 verlegt werden.


Die Konflikte zwischen den Nationalitäten drehten sich in Österreich-Ungarn wie in den anderen Imperien Europas um ähnliche Fragen: Amtssprachen, eigene Schulen und Universitäten, Teilhabe an der politischen Herrschaft. Die territoriale Zugehörigkeit spielte zunächst keine große Rolle, da der Zusammenhalt der Habsburgermonarchie nicht in Frage gestellt wurde. Der polnisch-ukrainische Konflikt zeichnete sich durch mehrere Besonderheiten aus: Die überwiegend polnischen Großgrundbesitzerstanden einer verarmten ukrainischen Bauernschaft gegenüber, das Bürgertum insgesamt war schwach, die soziale Kluft stärkte radikale soziale und nationalistische Kräfte und förderte die Bereitschaft zur Gewaltanwendung, der Antisemitismus war außergewöhnlich scharf. Diese Gegensätze vor dem Ersten Weltkrieg, die Folgen des Kampfes der Polen und Ukrainer um Ostgalizien 1918/1919 sowie die damalige und heutige Erinnerungskultur stehen im Mittelpunkt dieses Themenabends über Galizien.



Programm



Begrüßung

• Prof. Dr. Christian Voß, Leiter Fachgebiet Südslawistik an der Humboldt-Universität zu Berlin

• Dr. Harald Roth, Direktor des Deutschen Kulturforums östliches Europa



Vortrag

• Prof. Dr. Karl Schwarz (Wien): Galizien – kakanisch buchstabiert



Film

• Barbara Thériault, Soziologin, 2018 Stadtschreiberin in Lemberg/Lwiw



Gespräch

• Juri Durkot, Journalist (Lemberg/Lwiw)

• Jun.-Prof. Dr. Tim Buchen, BKM-Juniorprofessur ökonomische und soziale Netzwerke der Deutschen im östlichen Europa (TU Dresden)

• Moderation: Anna Juraschek, ifa-Regionalkoordinatorin Polen und Tschechien (Oppeln/Opole)


Eintritt frei



http://www.kulturforum.info/images/Logo ... 60.jpgEine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa im Rahmen des Jahresthemas 2018: Zwischen Trauer und Triumph. 1918 im östlichen Europa. Der Ausgang des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren veränderte die Landkarte des mittleren und östlichen Europa besonders nachhaltig. Manche Länder, Völker und Regionen betrauerten außerordentliche Verluste, andere triumphierten angesichts neu errungener Eigenständigkeit. Im Gedenkjahr 2018 wollen wir diesem Spannungsfeld Raum geben und nach den Folgen fragen.

In Zusammenarbeit mit dem Hilfskomitee der Galiziendeutschen und dem Fachgebiet Südslawistik an der Humoboldt-Universität zu Berlin.

Kontakt
Ariane Afsari
Deutsches Kulturforum östliches Europa
Berliner Straße 135
14467 Potsdam
T: +49 (0)331 20098-38
F: +49 (0)331 20098-50
E-Mail: afsari@kulturforum.info

Abb.: Blick vom Rathaus in Lemberg/Lwiw auf das Denkmal für den ukrainischen Nationaldichter Taras Schewtschenko, 2018. © Constanze Beyer, Potsdam

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